Aktuelles: Gemeinde Schwarzach

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Schwarzach trauert

Autor: Marina Wischt
Artikel vom 29.01.2019

Schwarzach trauert um Ehrenbürger und Bürgermeister i.R. Alfred Reinmuth, der im Alter von 91 Jahren verstorben ist

Schwarzach. In der Gemeinde Schwarzach trauert man um Ehrenbürger und Bürgermeister i.R. Alfred Reinmuth, der im Alter von 91 Jahren verstorben ist. „Sein Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke“, so Mathias Haas, der heute Schwarzach als Bürgermeister führt.

Reinmuth absolvierte seine Verwaltungslehre in Neunkirchen, ehe er 1945 seine Tätigkeit als Ratsschreiber bei der Gemeinde Unterschwarzach aufnahm. Im März 1964 wurde Reinmuth Bürgermeister von Unterschwarzach, nach der Gemeindeverwaltungsreform 1972 Bürgermeister der neuen Gesamtgemeinde Schwarzach. In diesem Amt war er bis Ende 1990 in Verantwortung. Mit Schaffenskraft und Weitsicht hat er die Gemeinde auf einen zukunftsfähigen Weg gebracht. „Seine Verdienste sind heute noch spürbar“, weiß Bürgermeister Haas.

Während seiner Amtszeit hat Schwarzach gerade im ländlich strukturierten Neckar-Odenwald-Kreis einen gewaltigen Aufschwung genommen, die Bevölkerungszahl verdoppelte sich. Sein Einsatz galt dem Erhalt der Selbstständigkeit der Gemeinde sowie der örtlichen Grundschule. Durch die Schaffung von über 1000 Arbeitsplätzen durch die Erweiterung der Johannes-Diakonie Mosbach am Schwarzacher Hof stieg die Nachfrage nach Wohnbedarf. Im Laufe seiner Amtszeit wurden zehn Baugebiete ausgewiesen. Die unzureichende Wasserversorgung veranlasste Reinmuth seinerzeit zur Gründung des Wasserversorgungszweckverbandes „Krebsbachgruppe“, der auch für die Nachbarorte Michelbach, Breitenbronn, Neckarkatzenbach und Guttenbach das benötigte Trinkwasser lieferte. Bis zu seinem Ruhestand war Reinmuth Vorsitzender dieses Wasserversorgungszweckverbandes.

Mit der (von den Bürgern unterstützten) Anlage des Wildparks im Jahre 1966 hat Alfred Reinmuth Schwarzach weit über die Kreisgrenzen bekannt und beliebt gemacht. Somit wurde der erste Schritt zu einem Naherholungszentrum gemacht. Mit dem Bau des beheizten Freischwimmbades Anfang der 1970er-Jahre folgte der nächste. 1974 erhielt Schwarzach die staatliche Anerkennung als Erholungsort vom Regierungspräsidium Karlsruhe.

Während der langen Amtszeit von Alfred Reinmuth – 26 Jahre – als Bürgermeister entstanden jeweils in beiden Ortsteilen Ober- und Unterschwarzach Friedhofskapellen und Feuerwehrgerätehäuser. Die „Schwarzach-Halle“ wurde 1978 errichtet, somit standen den örtlichen Vereinen für Sport und Kultur die benötigten Räumlichkeiten zur Verfügung. Das Postgebäude entstand, die historischen Ortskerne wurden dorfgerecht saniert, die Ortsdurchfahrten ausgebaut. Am Waldrand in der Schwanheimer Straße entstand ein großzügiges Sportgelände, die Gewerbebrache ehemaliges Tonwerk wurde einer neuen Verwendung zugeführt. Hartnäckige Verhandlungen waren dafür notwendig. Trotz Umsetzung und Finanzierung all dieser Projekte lag die Verschuldung von Schwarzach seinerzeit lediglich bei der Hälfte des Kreisdurchschnittes. Mitgetragen und unterstützt wurde der beachtliche Aufschwung der Gemeinde im Laufe der Amtszeit von Bürgermeister Alfred Reinmuth durch einen kooperativen Gemeinderat und eine gut funktionierende Verwaltung.

Auch überörtliche Auszeichnungen „zierten“ die Amtszeit von Bürgermeister Reinmuth: Für den Ortsteil Oberschwarzach gab es den 1. Preis beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ und aufgrund der vielfältigen Initiativen und Maßnahmen auf dem Gebiet des Umweltschutzes konnte der 1. Umweltpreis des Neckar-Odenwald-Kreises errungen werden. Aufgeschlossen zeigte sich Alfred Reinmuth auch für die Belange behinderter Mitmenschen.

Trotz der großen zeitlichen Inanspruchnahme während seiner Bürgermeistertätigkeit und entsprechend knapper Freizeit fand Reinmuth noch die Zeit, sich in örtlichen Vereinen zu engagieren. So war er im Männergesangsverein und im Fußballverein lange Jahre an verantwortlicher Stelle tätig. 1991 wurde Alfred Reinmuth für seinen besonderen persönlichen Einsatz das Ehrenbürgerrecht der Gemeinde Schwarzach verliehen. „Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren“, so Bürgermeister Mathias Haas.

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